NEUBAU TSCHAIKOWSKI-HAUS HAMBURG [ < ] [ Publikation ] [ Büro ]
 

 

Gutachterverfahren 2010, 2. Preis
Neubau des Kultur- und Gemeindezentrums der Russisch-Orthodoxen Kirche des Hl. Johannes von Kronstadt zu Hamburg
BGF: ca. 2.500m2
Auslober: Russ.- Orth. Kirche d. Hl. Johannes v. Kronstadt, vertreten durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg
Mitarbeit: Andreas Konrad

Grundgedanke des Entwurfes ist es, den durch seine stadträumliche Lage sehr präsenten Neubau in seiner Gestalt enger an das Gebäude der Gnadenkirche anzulehnen als dies bei seinem Vorgängerbau der Fall ist, um den zukünftigen inhaltlichen Zusammenhang beider Gebäude zu unterstreichen.
Dies geschieht durch seine Typologie, Form und Materialität:

Grundstruktur des Gebäudes bildet eine dreibündige Anlage mit einer Kernzone und zu allen Seiten ausgerichteten Nutzräumen. Die allseitige Ausrichtung stärkt den Solitärcharakter im Stadtraum, und erlaubt über alle Fassaden räumliche und visuelle Beziehungen zum Solitär der Kirche aufzunehmen.

Der allseitigen Orientierung des Gebäudes wird durch eine leichte Brechung der Giebelseiten Ausdruck verliehen, die den Gebäudeabschluss bilden und die polygonalen Kirchenaußenwände reflektieren.
Der First des geneigten Daches orientiert sich nicht am Straßenverlauf sondern verweist auf das Kirchengebäude, wodurch sich geneigte Traufen an den Längsseiten ergeben, die an der Platzseite seine Neigung nachzeichnen und einen Bezug zur Traufhöhe der Kirchenabsiden herstellen.
An der Straßenseite orientiert sich der Hochpunkt der Traufe zur Öffnung des Platzes und zum Messeeingang, wodurch die Wirkung der Kirche über die Ecke in den Stadtraum gestärkt wird.
Es entsteht - im Unterschied zu den Faltungen des Kirchdaches - ein geneigtes Dach mit ruhig durchlaufenden Trauflinien, das dem Baukörper, seiner besonderen Funktion, Größe und Lage entsprechend, eine gewisse Expressivität verleiht, ohne in Konkurrenz zur Kirche zu treten.

  [ zur Übersicht ]   1   2   3   4   5   6   7   8   9