GÄRTEN DER WELT BERLIN [ < ] [ Publikation ] [ Büro ]
 

 

 

Mit dem neuen Eingangsgebäude wird ein Solitär an der Schwelle zwischen Stadtkörper und Topographie der Gärten der Welt positioniert. Er markiert nicht nur den Eingang zu dem in Zukunft stark vergrößerten Parkareal, sondern bildet auch vom Garten aus einen Orientierungspunkt, der seiner Funktion gemäß durch seine öffentliche Präsenz eine übergeordnete Rolle innerhalb der Architekturen im Landschaftsraum einnimmt.
Die Grenze zwischen Landschafts- und Stadtraum ist dabei nicht nur außenräumlich markiert, sie wird auch innerhalb der Räumlichkeiten des weitläufigen Komplexes ständig erlebbar gemacht.

Aus diesem Ansatz und der übergeordneten Gelenkfunktion des Gebäudes begründet sich die ungerichtete, allseitig orientierte Form des Baukörpers, welcher allein durch seine Positionierung in der Topographie und der daraus resultierenden unterschiedlichen Höhenentwicklung im Aufriss zwischen Park- und Stadtseite differenziert. Diese Höhendifferenz wird genutzt, um die funktionalen Abläufe beim Betreten des Parks in eine hierarchisierte Abfolge zu bringen und sowohl Landschaft als auch Gebäude in einer sukzessiven, szenographischen Abfolge schrittweise an die Besucher heranzuführen, ihnen Orientierung für ihren weiteren Weg durch die Gärten zu geben und gleichzeitig das Funktionsangebot des Besucherzentrums bereits beim Eintreten in den Garten einladend aufzuzeigen.

Der städtische Auftritt an der Straße wandelt sich - durch die im Gebäude ablesbare Topographie - zu einer filigranen Orangerie-Front, die sich an höchster Stelle des topographischen Parkrandes mit den Gartenarchitekturen räumlich in Beziehung setzt. Dabei wird bewusst ein klassisches, vom Material Holz und der Struktur seiner Konstruktion geprägtes architektonisches allgemein vertrautes Erscheinungsbild gesucht, das an traditionelle Orangerie-Architekturen in Landschaftsgärten anknüpft.

 

 

 

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