ERWEITERUNG WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM KÖLN [ < ] [ Publikation ] [ Büro ]
 

 

 

Erweiterung Wallraf-Richartz Museum Köln
Nichtoffener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Ankauf
Auslober: Stadt Köln, Wallraf-Richartz-Museum, Fondation Corboud
Baukosten: 17.000.000 Euro
Mitarbeit: Frank Zimmermann
Energieberatung: Micheel Wassouf
Visualisierung: Davide Abbonacci
Modellbau: Fernando Gonzalez

 

Mit dem Wallraf-Richartz-Museum konnte Oswald Matthias Ungers das Konzept verwirklichen, einen Museumsbau als exponierten Solitär aus dem gewachsenen Stadtgefüge herauszulösen. Dabei wird die Zäsur zum architektonischen Objekt innerhalb des Museumskomplexes durch die Erschließungsfuge artikuliert. Mit ihr setzt sich der Solitär von dem zur Alt St. Alban vermittelnden Anschlussbau ab. Der öffentliche Charakter des Baus wird so bereits auf der städtebaulichen Ebene manifest. Der Kopfbau wird zum neuen, ordnenden Bezugspunkt im Stadtraum und korrespondiert mit den primären Elementen der Stadt. Die sekundäre Struktur der umgebenden Stadtblöcke, deren Traufhöhen er überragt, verleiht ihm Rahmen und Halt.

Wir sehen die Wettbewerbsaufgabe darin, einen solchen Stadtblock - als Teil des umgebenden Stadtgefüges - zu formulieren, der die herausragende, etablierte Adresse des W R M weiter stärkt. Der Auftritt des Neubaus ist daher in seiner Zonierung und Gliederung der eines städtischen Hauses, das die historischen Blockfluchten respektiert. Erst auf der - vom Stadtraum aus einsehbaren - innenräumlichen Ebene wird die Verbindung zum Solitär und die inhaltliche Verknüpfung deutlich: ebenso wie der Ungers-Bau als geometrisch ideales Objekt im Außenraum in Erscheinung tritt, wird der neue Ausstellungsraum des Museums ebenfalls als geometrisch präzise definierte Figur in die städtebauliche Masse einbeschrieben - ohne dabei jedoch auf stadträumlicher Ebene wiederholend in Erscheinung zu treten. Der komplementäre Kontrast zwischen Volumen und Aushöhlung, Positiv und Negativ, Addition und Subtraktion, Außenraum und Innenraum wird im Sinne eines spannungsvoll geführten Dialoges zum zentralen Entwurfsthema.

 

 

 

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